Vektorgrafik
Vektorgrafik beschreibt ein Bild als Mathematik – Punkte, Linien, Kurven und Füllungen – statt als festes Raster gefärbter Punkte. Ein Kreis wird als Mittelpunkt, Radius und Farbe gespeichert, sodass der Computer ihn in jeder verlangten Größe neu zeichnet. Die Folge ist die prägende Eigenschaft von Vektorgrafik: Sie skaliert auf jede Größe ohne Schärfeverlust.
Innerhalb eines PDFs ist das meiste, was kein Foto ist, Vektor: die Textkonturen, Logos, Strichzeichnungen, Diagramme und Schaubilder werden alle aus Pfadanweisungen im Inhaltsstrom der Seite gezeichnet. Zoome in ein Vektorlogo, und die Kanten bleiben bei 100 % oder 1000 % gestochen scharf, weil der Renderer die Kurve in der neuen Größe neu berechnet, statt Pixel zu dehnen. Vektorinhalt ist außerdem meist kompakt, da ein paar Koordinaten eine Form beschreiben können, die als Bild Tausende Pixel zum Speichern bräuchte.
Der Haken: Vektoren eignen sich für geometrische, klar definierte Formen, nicht für die kontinuierlichen Tonwertverläufe eines Fotos – das ist die Aufgabe von Rasterbildern. SVG ist das verbreitete Web-Vektorformat, und PDFs eigenes Zeichenmodell ist im Kern vektorbasiert.